www.felixkade.de
Shares

Bewegungsmangel – 5 Folgen von Sitzen, die du noch nicht kennst

Shares
Bewegungsmangel

Bewegungsmangel ist ein gesellschaftliches Phänomen geworden. Die zunehmende Digitalisierung trägt ihren Teil dazu bei. Noch nie waren wir Menschen so vernetzt. Noch nie mussten wir uns so wenig bewegen, um Kontakt mit anderen zu haben oder unseren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Dr. James Levine – Autor des Buches Get up! sagt, dass Sitzen sei das Rauchen unserer Generation. Zitat: „Sitzen ist gefährlicher als Rauchen, tötet mehr Menschen als HIV und ist heimtückischer als Fallschirmspringen.“

Es ist mittlerweile wissenschaftlich erwiesen, dass langes Sitzen die Risiken für zahlreiche Krankheiten erhöht. Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Osteoporose. Arthrose. Diabetes Mellitus. Fibromyalgie. Vieles davon hinlänglich bekannt.

Die Erkrankungen klingen schrecklich, doch sind im ersten Moment nicht greifbar. Denn Erkrankungen, die durch langes Sitzen entstehen können, liegen meist in scheinbar ferner Zukunft.

Dabei hat langes Sitzen auch unmittelbare Folgen, die unmittelbar spürbar sind und die dafür sorgen, dass du Bewegungsmangel zukünftig vielleicht vermeidest. Los geht’s!

1

#1 Bewegungsmangel macht dick und baut Muskeln ab

Übergewichtige Menschen bewegen sich tendenziell weniger. Aber genauso führt Bewegungsmangel bzw. viel Sitzen zu Übergewicht. Denn der Körper braucht deutlich weniger Energie, da die Muskeln in den Beinen beim Sitzen nicht arbeiten müssen.

Im Sitzen verbrennt der Körper dadurch deutlich weniger Kalorien. Kelly Starrett schreibt in seinem Buch Sitzen ist das neue Rauchen, dass Menschen, die über den Tag verteilt viel stehen und laufen, bis zu 1000 kcal mehr verbrennen. Das sind mehr als drei Cheeseburger von McDonald's.

Darüber hinaus werden im Sitzen die Muskeln deutlich weniger beansprucht. Die Bauchmuskeln müssen kaum arbeiten und bilden sich zurück. Genauso die Beinmuskeln. Und selbst wer sich noch für einen Gang ins Fitnessstudio aufraffen kann, setzt sich dort häufig an Geräte oder lässt das Beintraining ausfallen.

Das Heimtückische daran ist: Weniger Muskelmasse bedeutet einen geringeren Grundumsatz. Ergo: Es werden mehr Kalorien in den unwillkommenen Fettzellen eingelagert. Mit der Zeit wird man also schneller dick.

Es ist eine gute Idee, seinen Schreibtisch gegen einen Stehschreibtisch einzutauschen. Damit schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe.

  1. Du verbrennst mehr Kalorien durch das Stehen,
  2. Wichtige Muskeln bleiben erhalten und die Muskelmasse nimmt nicht ab.

2

#2 Bewegungsmangel vernebelt den Geist

Im Sitzen nehmen wir häufig physiologisch suboptimale Haltungen ein. Diese ist nicht nur körperlich sondern auch geistig spürbar.

Ein Rundrücken führt dazu, dass das Zwerchfell beim Atmen nicht richtig funktioniert.

Tiefe Atemzüge werden so unmöglich. Stattdessen findet die Atmung hauptsächlich im Brust- und Nackenbereich statt. Dadurch wird der Körper unzureichend mit Sauerstoff versorgt. Das versetzt den Körper in einen Fight-or-Flight-Modus, der den Körper Stresshormone ausschütten lässt.

Zusammen mit der unzureichenden Versorgung mit Sauerstoff prädestiniert das für einen Zustand, den viele kennen. Der Kopf ist vernebelt. Den Gedanken sind unklar und unfokussiert. Konzentrieren fällt schwer.

Abends liegt man im Bett, vom Kopf her müde, aber der Körper ist noch aufgedreht durch die Stresshormone.

Auch hier liegt die Lösung darin, sich mehr zu bewegen. Viele große Denker wie Thomas Jefferson, Winston Churchill oder Leonardo da Vinci waren dafür bekannt, an einem Stehschreibtisch zu arbeiten.

Auch Wirtschaftsführer sind sich einig. Sie halten wichtige Meetings im Stehen oder bei Spaziergängen ab. Denn Bewegung steigert die Kreativität und regt die Gehirnfunktionen an. Darüber hinaus vertieft sich die Atmung automatisch bei Bewegung, wodurch das Gehirn effizienter arbeiten kann.

Die Lösung für geistige Vernebelung heißt also auch hier Bewegung.

3

#3 Bewegungsmangel führt zu Rückenschmerzen und Verspannungen

Eigentlich ein alter Hut, ist dieser Zusammenhang für einige noch nicht klar. Darum erwähne ich es noch mal.

Bewegungsmangel und Sitzen führen zu Nackenverspannungen und Rückenschmerzen.

Sitzen führt zu Verspannungen.

Sitzen führt zu muskulären Dysbalancen. Wichtige Muskeln, die zur Stabilisation der Wirbelsäule nötig sind, verkümmern und können diese Funktion nur unzureichend erfüllen. Der Körper kompensiert.

Entweder übernehmen andere Muskeln die Stabilisationsfunktion und stehen permanent unter Spannung. Oder andere Strukturen wie Bänder, Sehnen oder Faszien stützen die Wirbelsäule.

Die Folgen: Verspannungen und Rückenschmerzen.

Leidest du aktuell unter Nackenverspannungen? Im Artikel Nackenverspannungen lösen findest du Ideen für sofortige Hilfe und langfristige Strategien.

Die Lösung liegt auch hier auf der Hand: Bewegung und weniger Sitzen.

4

#4 Bewegungsmangel macht unglücklich und lethargisch

Okay, die Headline ist vielleicht überspitzt formuliert. Doch Bewegung hat eine stimmungsaufhellende Wirkung. Denn Bewegung setzt die Hormone Dopamin und Noradrenalin frei. Diese Hormone regen den Körper zu Höchstleistungen an. Kreativität sprudelt. Wir fühlen uns wach.

Zusätzlich schüttet der Körper Serotonin aus. Fehlt Serotonin, werden wir depressiv. Unklar ist, ob Bewegungsmangel Depression auslöst oder ob Depression zu Bewegungsmangel führt.

Nichtsdestotrotz schüttet der Körper bei Bewegung Gute-Laune-Hormone aus. Das macht glücklich. Die Schlussfolgerung liegt nahe, dass Menschen, die sich viel bewegen, glücklicher sind.

Grund genug, öfter raus zu gehen, frische Luft zu tanken und die körpereigene Gute-Laune-Produktion anzuregen. Kaum etwas ist einfacher, um bessere Laune zu bekommen.

5

#5 Bewegungsmangel führt zu schlechter Körperhaltung

Sitzen ist Grund Nummer eins für eine unattraktive Körperhaltung. Wie würdest du die Haltungen im Bild rechts spontan bewerten?

Eine krumme Körperhaltung wirkt ängstlich, unsicher, ungesund, lethargisch, schüchtern und strahlt wenig Selbstvertrauen aus.

Gute vs. schlechte Körperhaltung.

Eine aufrechte Körperhaltung dagegen wirkt stark, anziehend, gesund, vital, energetisiert, diszipliniert und strahlt Selbstvertrauen aus.

Claudia Larsen, Autorin des Buches Attraktiver aussehen durch richtige Körperhaltung, weiß, dass eine gute Körperhaltung viele positive Effekte hat.

Das andere Geschlecht wird schneller aufmerksam. Die Chancen im Bewerbungsgespräch steigen. Fotos sehen deutlich besser aus. Weniger körperliche Probleme. Kleine Makel wie Doppelkinn oder Quellbäuchlein verschwinden.

6

Jetzt bist du dran!

Führende Experten sind sich einig: Bewegungsmangel und Sitzen sind ein gesellschaftliches Problem. Vielen fehlt noch immer das Bewusstsein dafür.

Doch Fakt ist: „Wer sich keine Zeit für Bewegung nimmt, wird sich demnächst viel Zeit für seine Krankheiten nehmen müssen.“ sagt Prof. Dr. Ingo Froböse.

Mehr Bewegung ist der einfachste Weg, den vielen negativen Folgen von viel Sitzen ein Schnippchen zu schlagen. Die Gesundheit verbessert sich deutlich und das allgemeine Wohlbefinden steigt.

Starte dein Training richtig, um lange Zeit  verletzungs- und schmerzfrei zu bleiben.

Mit dem kostenfreien Ebook "6 Schritte zum perfekten Warm-Up" erhältst du eine einfache Anleitung dafür. Einfach hier eintragen und direkt loslegen.

Bildernachweis im Artikel "Bewegungsmangel":

Titelbild: Bethany Legg - unsplash.com ​

gute vs. schlechte Körperhaltung - undrey - Fotolia.com​

Leave a Comment:

1 comment
Add Your Reply