Das Prinzip der Elimination – wieder genussvoll und beschwerdefrei essen können

Unser heutiger Ernährungsstil gleicht einem Chaos und ist alles andere als gesundheitsfördernd. Stimmst du mir da zu?

Wir essen im Übermaß, achten kaum auf den Inhalt, essen zu viel entzündungsfördernde Lebensmittel und missachten die Signale unseres Körpers. Mit fatalen Folgen.

Nicht umsonst gibt es in den Industrieländern so viele entzündungsbasierte Erkrankungen.

Darum erfährst du in diesem Artikel:

  •  an welchen Symptomen du das erkennen kannst,
  • welche Erfahrung ich damit gemacht habe,
  • wie du herausfindest, welche Lebensmittel daran Schuld sind und
  • was du dagegen machen kannst.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel ist nach bestem Wissen und Gewissen geschrieben und enthält aktuelle Ergebnisse aus der modernen Forschung. Dennoch ersetzen die Inhalte keine ärztliche Beratung, sondern dienen lediglich der Information.

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"Du bist, was du isst."

Das ist einer meiner liebsten Sprüche und dabei so treffend formuliert. 

Letztendlich ist die Ernährung ein entscheidender Faktor.

Essen wir zu viele entzündungsfördernde Lebensmittel, wie Fast Food, Pizza, Gluten, Milchprodukte und verarbeitete, konservierte Lebensmittel, kann sich daraus eine chronische Entzündung entwickeln. 

Darmgesundheit

Die Gesundheit des Darms wirkt sich auf viele Gesundheitsbereiche aus.

Diese kann, ohne dass wir es bemerken, vor sich hin schwelen. Sie können verantwortlich sein für:

  • Migräne,
  • Müdigkeit,
  • Verdauungsstörungen,
  • emotionale Störungen oder 
  • chronische Erkrankungen wie Depressionen und Autoimmunerkrankungen.  

Das Interessante dabei ist, dass wir es selbst in der Hand und allein durch unsere Ernährung Einfluss darauf haben. Jetzt fängst du bestimmt an zu überlegen, wie das genau funktioniert, oder? 😉 

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Welche Symptome kommen von entzündungsfördernden Lebensmitteln?

Diese finden wir täglich in unserem Speiseplan und können Symptome auslösen, wie:

  • Durchfall,
  • Blähungen,
  • Sodbrennen,
  • Magenkrämpfe.

Sie erscheinen den meisten Menschen nach dem Essen mittlerweile als „normal“. 

Dabei sind diese Symptome keineswegs normal, geschweige denn einfach so hinzunehmen. 

Blähbauch nach Nudeln

So sieht mein Bauch nach einer Portion Spaghetti Bolognese aus.

Viel mehr sind es die körperlichen Signale, die du nicht überhören solltest.

Unser Körper sagt uns nämlich damit, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt und darauf solltest du definitiv hören. 

Es können auch Symptome entstehen, die du mit dem Darm überhaupt nicht in Verbindung bringen würdest, wie zum Beispiel: 

  • Angst
  • Müdigkeit
  • Schwäche
  • Schwindel
  • laufende Nase
  • Schnelle Herzfrequenz
  • Stimmungsschwankungen
  • Ekzeme, um nur einige zu nennen. 

Wer vermutet, dass da die Ernährung dahintersteckt? Ich hätte damals nicht für möglich gehalten!

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Meine Erfahrung mit der Elimination

Ich litt fast zwanzig Jahre dauerhaft unter diesen Symptomen. Ein normales Leben war kaum möglich. 

Ständig wanderte ich von einem Arzt zum Nächsten, um mir immer wieder anhören zu müssen, dass ich mir das nur einbilde; es wäre nur psychosomatisch.

Ein Satz den oft hörte: „Lassen sie mal irgendein Lebensmittel weg und dann wird das wieder.“ Ja, Dankeschön, aber das hilft mir überhaupt nicht weiter.

Was soll ich denn weglassen? Für welchen Zeitraum? Und wie geht es dann weiter?

Da war meistens die Zeit rum und das Rezept für irgendwelche Medikamente schon ausgestellt. Damit wurde ich dann auch verabschiedet mit den Worten: „Das wird schon wieder.“ Ging es dir auch schon so?

Da ich nirgends auch nur annähernd etwas darüber gefunden habe, was man weglassen könnte, war das auch ziemlich sinnlos. 

Ich hab also wie üblich weitergegessen und tapfer meine Beschwerden ertragen. 

So ging es über Jahre, von einem Arzt zum anderen. Darmspiegelung. Magenspiegelung. Medikamente. Nichts half. 

Irgendwann als psychisch krank abgestempelt, war ich so verzweifelt, dass ich glaubte mich damit abfinden zu müssen. 

Wie sich jetzt herausstellte, hätte man ganz leicht eine Nahrungsmittelunverträglichkeit feststellen können. 

Fast zwanzig Jahre später hörte ich das erste Mal von der Elimination. 

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Was ist das Eliminationsprinzip?

Die Elimination hilft uns durch das Ausschlussverfahren, bestimmte Lebensmittel als Trigger zu identifizieren, die Symptome auslösen können. 

Während der Elimination wird die Belastung dann auf das Immunsystem soweit reduziert, dass der Körper die Möglichkeit hat, sich zu regenerieren.

Besonders der Darm und die Darmflora profitieren davon. 

Eliminationsprinzip

Ganz klar abzugrenzen sind hier Nahrungsmittelallergien beispielsweise eine Nussallergie. 

Diese sind ärztlich zu betreuen und sollten nicht mit der Elimination behandelt werden.

Wir konzentrieren uns speziell auf die Nahrungsmittelintoleranz und die Nahrungsmittelsensibilität. 

Eine Nahrungsmittelintoleranz entsteht, wenn der Körper einen Nahrungsbestandteil nicht ausreichend verdauen und aufnehmen kann. 

Stattdessen wird er zu Abbauprodukten zersetzt, die wiederum Beschwerden verursachen können. Die Ursache hierfür kann ein Enzymmangel oder -Defekt sein. 

Sie äußert sich dadurch, dass direkt nach dem Verzehr bestimmter Nahrungsmittel regelmäßig körperliche Beschwerden auftreten. 

Dabei können verschiedenste Nahrungsbestandteile und Inhaltsstoffe problematisch sein, egal ob künstlich oder natürlich. 

Bestimmte Substanzen sind aber auffällig häufig für die Beschwerden verantwortlich, u.a. Gluten, Fruktose, Histamin und Laktose. 

Was die ganze Angelegenheit nicht ganz einfach macht, da gerade Histamin fast überall vorkommt. 

Die Nahrungsmittelsensibilität wiederum wird durch eine Immunreaktion ausgelöst. 

Die Immunreaktion kommt verzögert und hält lange an. Das Problem hierbei ist, dass du sie nicht sofort bemerkst. 

Dabei kommt es zu einem Gewöhnungseffekt und der Körper sieht die Symptome als „normal“ an. Daraus können sich chronische Beschwerden entwickeln. 

Hier können die Symptome nicht nur von einem Nahrungsmitteltrigger ausgelöst werden, sondern gleich von mehreren. 

Der Zusammenhang zwischen Nahrungsmittelunverträglichkeiten, chronischen Symptomen und chronischen Krankheiten wird oft übersehen. 

Du kennst sicher auch Tage, an denen du dich schlapp und müde fühlst und das Gefühl hast, dein ganzer Körper braucht mehr Energie als üblich, oder? 

Aber würdest du deine Ernährung als Übeltäter identifizieren? 

Hinzu kommt, dass die Nahrungsmittelunverträglichkeiten auch zeitverzögert auftreten können und damit übersieht man den Zusammenhang schnell. 

Meidet man dann aber für eine bestimmte Zeit Nahrungsmitteltrigger, bemerkst du plötzlich positive Veränderungen hinsichtlich der emotionalen Ebene und eine Verbesserung der Symptome. 

Plötzlich hast du wieder mehr Energie und deine Beschwerden verbessern sich deutlich. 

Als mir das damals klar wurde, ging es mir schlagartig besser und auch psychisch ging es mit mir wieder bergauf. 

Ich wusste jetzt genau, dass ich es mir nicht eingebildet habe und ich diesen Zustand nicht akzeptieren muss. 

Mir wurde bewusst, dass ich es selbst in der Hand habe und es nur umsetzen muss. 

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Wie genau funktioniert das Eliminationsprinzip?

Der Ablauf der Elimination gestaltet sich so, dass du mit einem Ernährungstagebuch beginnst und eine Woche lang dokumentierst, was du isst, wie es dir dabei geht und welche Symptome dabei auftreten. 

Anhand dessen kannst du ungefähr feststellen, welche Nahrungsmittelgruppen für dich in Frage kommen könnten, also z.B. Glutenprodukte und Zucker. 

Insgesamt sind es sieben Hauptgruppen potenzieller Nahrungsmitteltrigger, die individuell auf deinen Typ angepasst werden müssen. Diese meidest du dann für vier Wochen konsequent. 

Wichtig: Selbst ein Restaurantbesuch solltest du in dieser Zeit vermeiden, da du nicht weißt was sich im Essen versteckt. Das würde am Ende dein Ergebnis verfälschen. 

Während der Elimination führst du ebenfalls Ernährungstagebuch, um festzustellen ob die Symptome sich verbessern oder sogar ganz verschwinden. 

Ist dies nicht der Fall, musst du unbedingt überprüfen, ob du wirklich 100% alles weggelassen hat. Ist das der Fall, könnte es daran liegen, dass du eventuell auf eine andere Nahrungsmittelgruppe reagierst. 

Das war bei mir der Fall.  Ich habe alles penibel weggelassen und auf alles geachtet. Dennoch hatte ich die üblichen Beschwerden. 

Ich war frustriert. 

Dann überlegte ich, was es noch sein könnte und überprüfte mein Tagebuch. 

Siehe da: immer wenn ich Tomaten gegessen habe, bekam ich einen Blähbauch und schmerzhafte Krämpfe. 

Übeltäter: Nachtschattengwächs. Entdeckt, eliminiert und die Symptome waren weg. 

So einfach kann es sein. 

Die Wiedereinführungsphase

Dann kommt die Wiedereinführungsphase. Nun stellt sich heraus, was du nicht verträgst.

Du fängt mit einer Nahrungsmittelgruppe an und isst eine große Menge davon. 

Anschließend beobachtest du deinen Körper zwei Tage lang ganz genau und führst wieder Buch darüber. 

Stellen sich keine Symptome ein, kannst du am dritten Tag die nächste Gruppe einführen.

So wird es mit allen eliminierten Lebensmitteln gemacht. 

Werden diese Nahrungsmittel ohne Probleme vertragen, dürfen sie wieder konsumiert werden. 

Stellst du allerdings fest, dass sich bei einer Nahrungsmittelgruppe Symptome entwickeln, musst du diese Nahrungsmittel umgehend vom Speiseplan streichen und für eine bestimmte Zeit nochmals eliminieren. 

In dieser Zeit kann der Darm und auch das Immunsystem sich ausreichend regenerieren. 

Mit Hilfe von Nahrungsergänzungsmitteln kannst du deine Darmflora hervorragend unterstützen. In meinem Programm gehe ich auf dieses Thema ganz genau ein. 

Nach einigen Monaten kannst du den erneuten Versuch wagen und das Nahrungsmittel wiedereinführen. 

Wenn du es jetzt verträgst - und die Chancen stehen sehr gut - dann kannst du es wieder essen. Dabei ist zu beachten, dass du es nur in Maßen isst und nicht gleich wieder jeden Tag auf dem Plan stehen hast. Dann kannst du ohne lästige Probleme auch diese Nahrungsmittel wieder konsumieren. 

Auch ich kann ab und zu meine geliebte Tomatensauce essen. 

Ich bemerke aber sofort, wenn es zu viel des Guten ist. 

Es überhaupt wieder essen zu können und das ohne Symptome ist für mich, nach fast zwanzig Jahren einfach unglaublich. 

Nebenbei hab ich noch andere positive Veränderungen an mir bemerkt. 

Ich habe:

  • deutlich mehr Energie
  • ein reines Hautbild
  • wieder gelernt auf die Signale meines Körpers zu hören
  • selten Infekte
  • ich habe meine Leidenschaft für das Kochen entdeckt
  • ein besseres Körpergefühl
  • bin viel entspannter, wenn ich mit Freunden essen gehe

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Ist das Eliminationsprinzip etwas für dich?

Da es für Betroffene kaum Informationen diesbezüglich gibt, hab ich mich dafür entschieden einen Ernährungsguide über das Eliminationsprinzip zu schreiben. 

Hier erkläre ich alles rundum Unverträglichkeiten, Vorbereitung und Ablauf der Elimination, gehe gezielt auf die Wiedereinführung ein und hab leckere Alternativen und Rezepte (besonders für Naschkatzen 😉 ) aufgelistet. 

Neben dem Buch biete ich ebenfalls ein persönliches Coaching an. 

Für mich ein großes Bedürfnis, weil ich weiß wie schwer und stressig es sein kann, allein auf sich gestellt zu sein und wie viele Fragen sich ergeben. 

Ich war damals froh, meinen Mentor an meiner Seite gehabt zu haben. 

Ich begleite dich deshalb über die gesamten acht Wochen und stehe dir mit hilfreichen Tipps und Motivation jederzeit zur Seite. 

Da ich selbst alle erdenklichen Fehler gemacht habe, kann ich dich davor bewahren und die Zeit mit dir so stressfrei wie möglich gestalten.

Das Eliminationsprinzip hat mir wieder Hoffnung gegeben und gezeigt das alles möglich ist. 

Wir haben es selbst in der Hand. Mein Wunsch ist es, dass auch du davon profitierst und endlich wieder genussvoll und ohne Reue essen kannst.

Möchtest du gern mit mir zusammenarbeiten? Dann melde dich gern zu einem unverbindlichem Kennenlerngespräch über das Kontaktformular.

Nancy

Meine Name ist Nancy Sölter. Ich bin Personal Trainerin, Online Coach, Autorin und derzeit in Leipzig tätig. Ich berate dich unter anderem auf dem Gebiet des Eliminationsprinzips. Damit du, wie ich, endlich wieder genussvoll essen kannst. Sehr gern begleite ich dich auf deinem Weg zur Beschwerdefreiheit.

Bildernachweis:

Titelbild: Getty Images Pro - canva.com

"Du bist, was du isst": RossHelen -canva.com

Was ist das Eliminationsprinzip: Shisuka - canva.com

 

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