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Nackenprobleme beim Schlafen: Woher sie kommen & was du tun kannst

Nackenprobleme beim Schlafen

Rund 40% der Bevölkerung sind von Nackenschmerzen betroffen. Leidest Du selber unter Schmerzen im Nacken und diese sind am Morgen besonders stark ausgeprägt?

Dann liegt die Vermutung nahe, dass Dein Schlafverhalten eine Ursache für das Leiden ist. Eigentlich sollte der Schlaf eine Erholung für Deinen Körper darstellen und Dir helfen, die täglichen Belastungen zu überstehen.

Durch eine ungünstige Schlafposition kann es vorkommen, dass der Nacken beeinträchtigt wird. Welche Gründe gibt es dafür und wie kannst Du die Schmerzen besiegen?

In diesem Artikel von meinem Kollegen Sebastian Jacobitz von schlafenguru.de erfährst du, wie du dein Schlafverhalten verbesserst und damit Nackenschmerzen loswirst.

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Weshalb Nackenprobleme beim Schlafen auftreten

Gründe für die Nackenschmerzen gibt es einige. Häufig ist vor allem eine falsche Körperhaltung bei der Arbeit im Büro dafür verantwortlich.

Du schaust den ganzen Tag auf den Computer-Bildschirm und die Muskeln werden einseitig belastet.

In Kombination mit einem Bewegungsmangel werden Verspannungen auftreten und die Schmerzen im Nacken sind vorprogrammiert.

Stress als Schlafkiller

Stress ist Schlafkiller Nr. 1.

Abgesehen von der Büroarbeit zählt eine ungesunde Schlafhaltung zu den Hauptursachen für die Nackenprobleme.

Hierbei halten sich vor allem hartnäckige Gerüchte, dass ein besonders weiches Kissen oder Matratze für den Körper gesund seien.

Sind die Matratze oder das Kissen nicht auf Deinen Körper und Deine Schlafposition angepasst, kann dies zu einer ungünstigen Haltung der Halswirbelsäule führen. Vor allem dem Kissen solltest Du genügend Aufmerksamkeit widmen.

Das Ziel sollte es sein, dass die Wirbelsäule die natürliche Krümmung beibehält und nicht beeinträchtigt wird.

Das Kissen als Fehlerquelle

Ein Kissen wirkt nur als Unterstützung des Kopfes. Ein häufiger Fehler besteht darin, ein zu hohes Kissen zu wählen oder sogar mehrere Kissen zu verwenden.

Dies führt dazu, dass die Halswirbelsäule abknickt und die Muskeln selbst während des Schlafens unter Spannung stehen.

Um die Nackenprobleme zu vermeiden, solltest Du ein Kissen wählen, welches etwas fester und flacher ist. Wichtig ist hierbei, dass die Halswirbelsäule eine natürliche Verlängerung des Rückens darstellt und nicht abknickt.

Am besten lässt sich dies durch eine dritte Person beurteilen, welche die Körperhaltung von der Seite betrachtet.

Eine ungünstige Matratze

Ähnlich wie bei dem Kissen stellt auch die Matratze einen wichtigen Faktor für die Schlafhaltung dar. Ist diese zu weich, sinkt der Körper zu tief ein.

Dies führt dazu, dass der Kopf zwar auf dem Kissen in einer erhöhten Position liegt, aber die Schultern und das Gesäß zu tief absinken. Daraus ergibt sich wiederum ein Abknicken der Halswirbelsäule.

Bei der Wahl der Matratze solltest Du dringend darauf achten, dass die Wirbelsäule nur minimal einsinkt. Die natürliche S-Form soll unterstützt werden. Oftmals wird eine weiche Matratze mit einem hohen Schlafkomfort verbunden.

Dies ist in diesem Fall ein Trugschluss und kann zu einer geringeren Schlafqualität führen. Lasse beim Kauf der Matratze Deine Liegeposition ebenfalls von einer dritten Position beurteilen.

Schlafmangel & Stress

Der Schlaf besitzt eine große Wirkung auf den Körper und ein Mangel verstärkt indirekt die Symptome der Nackenschmerzen.

 Durch den Entzug des Schlafes wird der Körper einem ständigen Stress ausgesetzt.

Die Schmerzempfindlichkeit steigt und die Nackenprobleme werden intensiver wahrgenommen. Somit sollte es ein Ziel sein, die Schlafqualität umfassend zu verbessern.

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Wie sich die Nackenschmerzen äußern

Morgens mit Schmerzen aufzustehen ist kein angenehmes Gefühl.

Die Nackenschmerzen besitzen weitreichende Auswirkungen auf den gesamten Tagesablauf.

Daher solltest Du verstehen, dass die folgenden Symptome ebenfalls von den Problemen des Nackens herrühren.

Die Folgen von schlechtem Schlaf

Auch immer müde? Verbessere deinen Schlaf!

Müdigkeit

Befindet sich Dein Körper während der Nacht in einer ungünstigen Lage, wird dieser sich nicht vollständig regenerieren können.

Vielleicht bemerkst Du dies selber, indem Du nachts des Öfteren aufwachst und Probleme hast, durchzuschlafen?

Aufgrund der ständigen Schmerzen nimmt die Schlafqualität deutlich ab. Selbst wenn Du nachts nicht aufwachst, wird Dein Körper einer höheren Belastung ausgesetzt und nicht die Erholung erhalten, die er eigentlich benötigt.

Dadurch wirst Du Dich dauerhaft müde fühlen und unter einem Schlafdefizit leiden.

Konzentrationsschwäche

Ausgehend von dem Schlafmangel sinkt auch Deine Leistungsfähigkeit. Dies äußert sich vor allem im Studium oder im Beruf, wenn Du Aufgaben bewältigen musst, bei denen volle Konzentration angesagt ist.

Verlangt der Chef mal wieder von Dir, dass Du an Deine Leistungsgrenzen gehen musst, wird dies mit einem Schlafdefizit kaum möglich sein.

Selbst, wenn die Nackenschmerzen im Laufe des Tages abgeklungen sind. Die Auswirkungen des Schlafmangels wirst Du anhand der fehlenden Konzentration deutlich spüren.

Kopfschmerzen

Verspannungen und Schmerzen im Nacken stehen im Verdacht, Kopfschmerzen auszulösen und die Symptome zu verstärken.

Leidest Du unter (Spannungs-)Kopfschmerzen, kann die Ursache möglicherweise in Deinem Schlafverhalten gefunden werden. Lege mehr Wert auf die Gesundheit Deines Nackens und Deine Kopfschmerzen werden hoffentlich seltener auftreten oder ganz abklingen.

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Die beste Schlafposition, um die Nackenschmerzen beim Schlafen zu vermeiden

Mit dem Kissen und der Matratze wurden bereits zwei Merkmale genannt, die einen hohen Einfluss auf den Schlaf besitzen.

Zu der Frage "wie" Du schläfst, zählt ganz klar auch noch die Schlafposition.

Diese beeinflusst direkt die Belastung der Wirbelsäule und der Muskeln.

Welche Schlafposition ist nun am besten geeignet, um das Nackenleiden zu lindern?

Nackenschmerzen beim Schlafen durch Bauchlage

Bauchschläfer sind prädestiniert für Nackenschmerzen.

Rückenlage

Am gesündesten für die Wirbelsäule wird das Schlafen auf dem Rücken beschrieben. In dieser Schlafposition befindet sich der Körper in einer natürlichen Lage. Die Wirbelsäule kann sich frei entfalten und wird nicht unnatürlich abgeknickt.

Damit die Rückenlage tatsächlich zur Rückengesundheit beiträgt, sind die Merkmale der Matratze und des Kissens wichtig. Diese sollten die natürliche Lage begünstigen und weder zu weich, noch zu hart sein.

Angenehm ist hierfür zum Beispiel ein Gelkissen, welches mit seiner Formgebung den Nacken optimal unterstützt.

Seitenposition

Anspruchsvoller ist die Lage auf der Seite. Hierbei muss unterschieden werden, ob Du die Beine eng an den Körper ziehst und eine Fötusstellung einnimmst.

Diese solltest Du in jedem Fall vermeiden, da die Wirbelsäule stark gekrümmt wird.

Diese Position verstärkt die Nackenschmerzen und Du solltest Dir angewöhnen, entweder auf dem Rücken oder in einer geraden Lage auf der Seite zu schlafen.

Ist der Unterkörper gerade, ist dies für die Wirbelsäule deutlich entspannter und auch für den Nacken förderlich. Allerdings kann es problematisch werden, eine geeignete Position für die Arme zu finden. Hierfür gibt es spezielle Kopfkissen, die mit einer Aussparung für die Arme versehen sind.

Diese sind für Seitenschläfer ideal. Als weiteres Accessoire kannst Du auch ein Seitenschläferkissen testen. Mit diesen erhöhst Du merklich den Komfort und der Körper wird stabilisiert.

Bauchlage

Häufig ist ein Abknicken und Verkürzen der Nackenmuskulatur für die Schmerzen verantwortlich. Schläfst Du auf dem Bauch, tritt der gegenteilige Effekt auf.

Die Nackenmuskulatur wird überdehnt und durch eine Drehung des Kopfes auf die linke oder rechte Seite findet eine einseitige Belastung statt. Eine schlechtere Position gibt es für den Nacken kaum und Du solltest dringend vermeiden, die Bauchlage einzunehmen.

Um die Nackenschmerzen beim Schlafen zu lindern, ist entweder die Rückenlage oder der Seitenschlaf mit einer geraden Körperhaltung zu empfehlen.

Durch die Wahl der passenden Matratze und des Kissens unterstützt Du die Wirbelsäule und die Verspannungen bzw. Schmerzen gehen zurück.

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Weitere Maßnahmen für einen entspannten Nacken

Die Schlafbedingungen zu verbessern stellt eine langfristige Lösung dar, um den Nacken zu besänftigen.

Welche anderen Maßnahmen kannst Du ergreifen, um die Schmerzen loszuwerden?

Auf das Raumklima achten

Eine Möglichkeit, die direkt mit dem Schlaf zusammenhängt, ist das Raumklima. Normalerweise werden im Schlafzimmer kältere Temperaturen bevorzugt. Ist es aber zu kalt, kann dies zu einem Verkrampfen der Muskulatur führen.

Daher ist es ratsam, die Temperatur im Schlafzimmer zu erhöhen. Dies führt dazu, dass sich die Muskulatur entspannt und die Verspannungen gelöst werden.

Auch die Feuchtigkeit ist in diesem Zusammenhang zu beachten. Ist es zu feucht und gleichzeitig kalt, könnte sich Schimmel bilden und die Atemwege belasten. Lüfte daher regelmäßig und sorge für ein angenehmes Raumklima im Schlafzimmer, um Deinen Nacken zu helfen.

Im Alltag entspannen

Verspannungen treten nicht nur im Nacken auf. Der untere Rücken oder der Schulterbereich sind ebenfalls häufig betroffen.

Der Gang zum Masseur ist jedoch kostspielig und mit einigem Aufwand verbunden. Um die Muskulatur zu lockern, gibt es noch weitere Methoden, die Du ganz einfach zu Hause ausführen kannst.

Hierfür eignet sich vor allem die Anwendung einer Faszienrolle. Dies ist eine harte Rolle aus Kunststoff, auf welcher Du mit den betroffenen Muskelgruppen rollst und das Bindegewebe lockerst.

Gleiches kannst Du auch am Nacken durchführen. Am besten gelingt dies mit einem speziellen Duoball, welcher perfekt an die Form der Halswirbelsäule angepasst ist.

Abgesehen von der Lockerung der Muskulatur solltest Du auch Deinem Geist eine Auszeit gönnen. Mit einer kurzen Meditation löst Du Dich von schwerwiegenden Gedanken und lässt den Stress von Dir abfallen.

Fokussiere Dich für wenige Minuten nur auf Deine Atmung. Diese kleine Übung lässt sich auch im Büro gut durchführen und danach wirst Du mit weniger Stress und mehr Energie die Aufgaben besser bewältigen.

Ausreichend Bewegung

Es sollte selbstredend sein, dass genügend Bewegung notwendig ist, um die Gesundheit des Körpers zu fördern. Sitzt Du die meiste Zeit des Tages, wird die Muskulatur kaum beansprucht.

Daher solltest Du immer einen sportlichen Ausgleich suchen, damit Dein Nacken und die gesamte Muskulatur gestärkt wird. Dies macht sich auch positiv bei den Nackenschmerzen am Morgen bemerkbar.

Indem Du Dein Schlafverhalten verbesserst, wirst Du nicht nur die Nackenschmerzen loswerden, sondern ganzheitlich von einer höheren Lebensqualität profitieren. Stehe morgens entspannt auf und starte mit viel mehr Energie in den Tag.

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Jetzt bist du dran!

Da du den Artikel bis hierhin gelesen hast, gehe ich davon aus, dass du ernsthaft daran interessiert bist, deine Nackenschmerzen beim Schlafen lösen zu wollen.

Falls das auf dich zutrifft, dann wirst du davon profitieren, die vorgestellten Tipps umzusetzen. Zusätzlich möchte ich dich einladen, auch andere Faktoren anzugehen, um deine Nackenschmerzen beim Schlafen zu lösen.

Dafür möchte ich dich einladen, dir regelmäßig Tipps und Lösungen für einen gesunden, starken und schmerzfreien Körper abzuholen.

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Sebastian Jacobitz

Aufgrund meines Arbeitsalltages vor dem PC hatte ich einige Jahre mit Schmerzen im Nacken und dem Rücken zu kämpfen.

Trotz zahlreicher Stunden in der Krankengymnastik sah ich keine Verbesserung. Erst mit dem Beginn des Krafttrainings und
einer näheren Auseinandersetzung mit dem Schlaf habe ich es geschafft, meine Nackenprobleme zu lindern. Diese 
Erfahrung gebe ich auf meiner Webseite schlafenguru.de weiter und möchte Dir ebenso vermitteln, wie Du einen gesunden und erholsamen Schlaf erzielst.

Bildernachweis im Artikel "Nackenschmerzen beim Schlafen":

Titelbild: Olichel – pixabay.com

Stress als Schlafkiller: JESHOOTS-com – pixabay.com

bauchschläfer: Wokandapix – pixabay.com

Photo by Emre Camcıoğlu on Unsplash

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