7 Nahrungsergänzungsmittel für eine schnellere Wundheilung

Eine Wunde hattest du sicherlich schon einmal selbst gehabt. Sei es durch eine Verletzung, eine Operation oder vielleicht sogar entzündungsbedingt im Körper.

Aber hast du bewusst wahrgenommen, wie lange dein Körper für die Wundheilung gebraucht hat?

Nicht wirklich, wenn es unkompliziert verläuft. Anders ist es, wenn es sich immer wieder entzündet und die Wundheilung eine gefühlte Ewigkeit dauert.

In diesem Beitrag erfährst du: Wie du deinen Körper mit Hilfe von bestimmtem Nahrungsergänzungsmitteln unterstützen kannst, damit die Wundheilung beschleunigt wird, dein Immunsystem gestärkt und dein Körper entlastet wird. 

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel ist nach bestem Wissen und Gewissen geschrieben und enthält aktuelle Ergebnisse aus der modernen Forschung. Dennoch ersetzen die Inhalte keine ärztliche Beratung, sondern dienen lediglich der Information.

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Wie funktioniert die Wundheilung?

Nach einer Verletzung beginnt der Prozess der Wundheilung, um neues Gewebe zu bilden, z.B. um eine offene Wunde zu schließen. 

Für eine optimale Wundheilung muss der Körper in der Lage sein, Keime abzuwehren um so eine Infektion zu vermeiden. 

Wunde an der Hand

Mikronährstoffe (Vitamine, Mineralstoffe) und Makronährstoffe (Eiweiß) können dabei helfen die Entzündung zu stoppen, sowie Schmerzen und Schwellungen zu lindern.

Welche Phasen der Wundheilung gibt es?

1. Entzündungsphase:

  • Ersten Stunden und Tage nach der Verletzung
  • Die Wunde nässt noch (diese Flüssigkeit enthält Fibrin, ein Klebeeiweiß das die Wunde schnell verschließt)
  • Gleichzeitig gelangen Immunabwehrzellen in die Wunde, um sie von Keimen zu reinigen

2. Proliferationsphase:

  • Zwischen dem 3. und 10. Tag nach der Verletzung 
  • Es bilden sich neue Blutgefäße und rotes Gewebe. Dieses sorgt für die Produktion von Kollagen und verschließt die Wunde.
  • Als Nächstes wird es durch normales Gewebe ersetzt 

3. Reparationsphase:

  • Jetzt wird die eigentliche Struktur und Festigkeit des Gewebes wieder hergestellt 
  • Wenn die Wunde zu groß ist, kann sie nicht immer optimal verheilen. Dann bilden sich Narben mit Ersatzgewebe (leicht rosa gefärbt) 
  • Beginnt eine Woche nach der Verletzung, je nach Schwere der Wunde, kann das mehrere Wochen bis Monate in Anspruch nehmen  

Merke: Heilt die Wunde nach zwei bis drei Wochen (bei größeren Verletzungen auch bis zu 6 Wochen) nicht ab, spricht man von einer chronischen Wunde.

Daran sind meistens Wundheilungsstörungen schuld. Ausgelöst durch:

  • Rauchen
  • Alkoholkonsum 
  • Mangelernährung
  • Durchblutungsstörung 
  • Gestörte Immunabwehr 
  • übermäßiger Schmerzmittelgebrauch

All diese Dinge greifen in den Wundheilungsprozess ein und können ihn stören, sodass eine Verletzung nur schlecht abheilt.

Damit die Wundheilung optimal verläuft, kann eine gesunde Ernährung in Kombination mit Nahrungsergänzungsmitteln helfen.

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Wie können Nahrungsergänzungsmittel bei der Wundheilung hilfreich sein?

Du kannst deinen Körper mit wichtigen Mikro-und Makronährstoffen versorgen und darauf achten, dass du überwiegend entzündungshemmende Lebensmittel konsumierst. 

Letztendlich steht und fällt die Wundheilung mit einem gesunden und kräftigen Immunsystem. Und das liegt zum großen Teil im Darm. 

Wenn also hier schon eine Baustelle ist und der Darm ständig mit Entzündungen zu kämpfen hat, dann ist das Immunsystem logischerweise schon belastet. Und das bedeutet viel Energieverlust. 

Kommt jetzt noch eine Wunde dazu, kann das Immunsystem kaum die Energie für eine optimale Wundheilung aufbringen. 

Jetzt kommst du ins Spiel 😉 

Denn unser heutiger Ernährungsstil und die Lebensmittel, die wir konsumieren liefern uns bei weitem nicht mehr ausreichend Nährstoffe, die unser Körper braucht. 

Oftmals haben wir auch einen erhöhten Bedarf an verschiedene Mikronährstoffen aufgrund von Stress oder Infektionen. Ein Mangel ist also schnell erreicht (Veitl o.J.).

Um den auszugleichen helfen uns besagte Nahrungsergänzungsmittel.

So kann ein Vitamin-D-Mangel zum Beispiel, unter anderem zu einer erhöhten Infektanfälligkeit, Stimmungsschwankungen, Müdigkeit und Kopfschmerzen führen (z.B. Lankenau 2015). 

Unser Körper braucht die Vitamine und Mineralien für: 

  • Die Zellteilung,
  • Die Reparatur der Haut,
  • Um Schmerzen und Schwellungen zu lindern, 
  • Um übermäßige Entzündungen zu hemmen und
  • Um das Immunsystem gegen Wundinfektionen zu stärken.

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7 Nahrungsergänzungsmittel für schnellere Wundheilung

An der Wundheilung sind sehr viele Stoffe beteiligt. Eine vollständige Liste würde hier den Rahmen sprengen. Darum konzentrieren wir uns auf die 7 wichtigsten Nährstoffe und warum deren Funktion für die Wundheilung so unerlässlich ist.

Zusätzlich findest du eine Empfehlung von mir für Nahrungsergänzungsmittel, mit denen ich und die Kunden von Felix gute Erfahrungen gemacht haben. Falls du Interesse daran hast, sparst du mit dem Gutscheincode "nancy5" noch ein paar Prozente auf die Bestellung.

1. Vitamin A, B, C, E 

Diese Vitamine aktivieren das Immunsystem und bewirken einen Anstieg der Produktion von Antikörper.

Zusätzlichen haben sie einen Einfluss auf die Antikörperproduktion, unterstützen die Funktion des Immunsystems, sind an der Bildung von Abwehrzellen beteiligt, erneuern die Haut, können die Dauer der Wundheilung reduzieren und reduzieren den oxidativen Stress innerhalb der Wunde.

Du siehst: Das ist eine ganze Menge.

2. Vitamin D3/K2

Vitamin D zählt als Prohormon. Es ist an unzähligen Prozessen beteiligt und stärkt u.A. das Immunsystem und kurbelt die Zellbildung an.

Zusätzlich hilft ein hoher Vitamin-D-Spiegel nachweislich dabei, Schmerzen zu reduzieren und den Schlaf zu verbessern (Huang et al. 2013).

Während wir in den Sommermonaten ausreichend Vitamin D über das Sonnenlicht selbst produzieren können, fällt dies zwischen Oktober und März schwer.

Darum ergibt eine Supplementation während der Wintermonate in jedem Fall Sinn.

Interessanterweise zeigte diese Studie, dass wir Deutschen die Normwerte nicht mal im Sommer erreichen.

Erfahrungsgemäß sind die Empfehlungen der DGE oftmals zu niedrig. Während in Deutschland die Empfehlung bei 800 IEs liegt, kam ein Expertenteam zu dem Ergebnis, dass die meisten Menschen von 2.000 bis 4.000 IEs profitieren (Michalk 2019).

3. Omega-3-Fettsäuren 

Omega-3-Fettsäuren sind für das Entzündungsmanagement unerlässlich. Und wenn du genügend Fisch konsumierst, solltest du damit auch keine Probleme haben. Jedoch konsumieren die meisten Menschen zu wenig davon. Stattdessen kochen sie mit pflanzlichen Fetten und essen wenn dann Fleisch mit schlechter Qualität.

Das Problem: Darin stecken viele Omega-6-Fettsäuren. 

Während Omega-6-Fettsäuren entzündungsfördernd wirken, sind Omega-3-Fettsäuren entzündungshemmend.

Die Crux: Beide nutzen den selben Transporter im Körper.

Je nachdem, was in größerer Menge vorhanden ist, kommt auch mehr zum Ort des Geschehens.

7. Um Entzündungen abklingen zu lassen, sind Omega-3-Fettsäuren also unerlässlich (Hussey et al. 2017).

4. Glutamin 

Glutamin zählt eigentlich zu den nicht-essentiellen Aminosäuren. Allerdings kam 2001 eine Untersuchung zu dem Schluss, dass Glutamin bei entzündlichen Prozessen wie einer Infektion oder Verletzung zu einer temporär essentiellen Aminosäure wird (Newsholme 2001).

Weiter schreibt der Autor, dass Glutamin wichtig ist für die Proliferation und die Funktion der Immunzellen stimuliert.

Vereinfacht gesagt: Es ist eine wichtige Energiequelle für die Zellen und beschleunigt die Wundheilung

Und ganz nebenbei ist Glutamin eine wichtige Aminosäure für eine gesunde Darmflora (Rao 2011).

5. Proteine

Der Mensch besteht zu einem großen Teil aus Proteinen. Er benötigt sie für alle möglichen Prozesse. Während der Wundheilung benötigt der Körper dringend Proteine für das Zellwachstum, Neubildung von Blutgefäßen, Kollagensynthese und die Bildung von Leukozyten.

Wenn nun eine Wunde geheilt werden soll, steigt der Bedarf an Aminosäuren, damit das Gewebe optimal aufgebaut werden kann.

Gerade Glyzin und Prolin sind zwei Aminosäuren, die für die Wundheilung essentiell sind.

Leider haben viele Menschen hier einen Mangel.

Darum lohnen sich extra Proteine.

6. Probiotika

Da sich der überwiegende Teil des Immunsystems im Darm befindet, besteht eine permanente Kommunikation mit dem Darmmikrobiotika für eine effektive Körperabwehr.

Ist die Darmflora geschwächt, funktioniert diese Art von Kommunikation nicht mehr und die Abwehr ist geschwächt. 

Deswegen ist es wichtig, dass du mit Hilfe von Präbiotika deine Darmflora stärkst.

Eine Studie von Mayes et al. (2015), konnte zeigen, dass die Wundheilung durch die Gabe von Präbiotika beschleunigt werden kann.

Zusätzlich ist es eine gute Idee, dass du überwiegend entzündungshemmende Lebensmittel zu dir nimmst. 

7. Zink

Zink ist ein Mikronährstoff, der an unfassbar vielen Stoffwechselprozessen beteiligt ist.

Auch für das Immunsystem ist Zink von unschätzbarem Wert (Salgueiro et al. 2000).

Unter anderem fördert Zink den Wiederaufbau der Haut, stärkt das Immunsystem und verhindert die Infektion der Wunde.

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Zusammenfassung

Die Wundheilung beginnt direkt nach der Verletzung und dauert einige Tage bis Wochen. 

Du kannst deinen Körper mit Hilfe von Nahrungsergänzungsmitteln und eine entzündungshemmende Ernährungsweise dabei unterstützen und die Wundheilung beschleunigen. Denn die Nahrung ist die Grundlage für den Aufbau von Körpergewebe, Stoffwechselprozessen und dem Energiehaushalt. 

Gerade wenn die Wunde infiziert ist, verliert der Körper viel Flüssigkeit und wichtige Nährstoffe.

Dementsprechend sollte deine Ernährung darauf aufgebaut sein und die Versorgung mit Mikronährstoffen angepasst werden. Denn eine Unterversorgung beeinträchtigt deinen Wundheilungsprozess.

Du kannst auch präventiv dafür sorgen, dass dein Körper solche Hürden locker meistert, indem du darauf achtest dich ausreichend zu bewegen, Stress zu reduzieren, deine Ernährung umzustellen und ausreichend zu schlafen. Das stärkt dein Immunsystem auf ganz natürliche Weise 😉 

Dein Körper wird es dir danken und du wirst deine neu gewonnene Energie lieben 🙂 

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Nancy

Meine Name ist Nancy Sölter. Ich bin Personal Trainerin, Online Coach, Autorin und derzeit in Leipzig tätig. Ich berate dich unter anderem auf dem Gebiet des Eliminationsprinzips. Damit du, wie ich, endlich wieder genussvoll essen kannst. Sehr gern begleite ich dich auf deinem Weg zur Beschwerdefreiheit.

Bildernachweis:

Titelbild: Getty Images Pro - canva.com

Produktbilder mit freundlicher Genehmigung von edubily.de

 

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