Piriformis-Syndrom behandeln - Schmerzen im Gesäß loswerden
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Piriformis-Syndrom behandeln
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Piriformis-Syndrom behandeln – Immer mehr Menschen leiden unter den Beschwerden eines verspannten Piriformis. Insbesondere Vielsitzer und Läufer mit einem hohen Laufpensum.

Durch das Piriformis-Syndrom kann es zu Schmerzen im Gesäß bis hin zu ausstrahlenden Missempfindungen ins Bein kommen.

Dahinter steckt oftmals eine muskuläre Dysbalance im Hüft-Becken-Bereich. In diesem Artikel lernst du effektive Übungen kennen, mit denen du das Piriformis-Syndrom behandeln kannst.

Zusätzlich schauen wir uns an:

  • Was das Piriformis-Syndrom eigentlich ist,
  • Wie man feststellt, ob man darunter leidet,
  • Welche Ursachen das Piriformis-Syndrom hat und
  • Wie du das Piriformis-Syndrom behandeln kannst.

Bereit? Los geht’s!

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Was ist das Piriformis-Syndrom eigentlich?

Unter dem Piriformis-Syndrom versteht man eine Reizung oder Kompression des Ischiasnerv, welche durch einen festen Piriformis-Muskel entsteht.

Der kleine Kumpel hat seinen Ursprung am Steißbein und zieht von dort zum Trochanter Major des Oberschenkelknochens.

Weist der Piriformis nun einen hohen Grundtonus auf, kann dies den Ischiasnerv reizen.

Grund: Der Nervenstrang verläuft direkt dahinter, manchmal auch durch den Muskel. 

Außenrotatoren in der Hüfte

Dann treten die typischen Symptome des Piriformis-Syndroms auf:

  • Schmerzen im Gesäß, die bis in den Oberschenkel ausstrahlen können,
  • manchmal strahlen die Schmerzen in den Lendenbereich aus und
  • in einigen Fällen kommt es zu Taubheitsgefühlen und Kribbeln in den Zehen.

Problematisch wird die Diagnose. Die Symptome können denen eines Bandscheibenvorfalls ähneln. Vielen Ärzten fehlt aber leider die Zeit, eine umfangreiche Diagnostik vorzunehmen.

Darum werden manche Patienten mit einer falschen (Bandscheibenvorfall) oder einer unkonkreten (LWS-Syndrom) Diagnose zur Physiotherapie geschickt.

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Wie wird das Piriformis-Syndrom festgestellt?

Um ein Piriformis-Syndrom feststellen zu können, gibt es bisher keinen eindeutigen Test. Darum handelt es sich dabei eher um eine Ausschlussdiagnose.

Mittels verschiedener Provokationstest kann ein Bandscheibenvorfall oder eine ISG-Problematik ausgeschlossen werden.

Und auch wenn schlimme Erkrankungen vergleichsweise selten vorkommen, gibt es sie. Darum lass dich im Zweifelsfall von einem Arzt durchchecken, wenn:

  1. Taubheitsgefühle im Beckenboden, der Leiste oder den Beinen auftreten,
  2. Inkontinenz vorliegt und
  3. der Schmerz länger als 6 Wochen anhält.

Sind alle möglichen Ursachen abgeklärt, kann man das Piriformis-Syndrom behandeln.

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Ursachen für das Piriformis-Syndrom

Wir haben bereits gesehen, dass für die Reizung des Ischias ein fester Piriformis ursächlich ist.

Als mögliche Gründe für den festen Muskel im Gesäß gelten:

  • langes Sitzen,
  • ein hohes Laufpensum,
  • Überanstrengung oder schweres Heben,
  • ein Sturz auf das Gesäß,
  • ISG-Probleme und
  • manchmal auch ein dickes Portemonnaie.
Muskuläre Dysbalancen

Viele Ursachen führen zu einer muskulären Dysbalance.

All dies kann dazu führen, dass der Piriformis einen hohen Grundtonus aufweist.

Wie wir in diesem Artikel bereits festgestellt haben, wird ein Muskel nicht ohne Grund fest. Häufig geht es auf Kompensationen zurück, die ihren Ursprung in Gewohnheitsmustern haben.

Um langfristig ein Piriformis-Syndrom behandeln zu können, gilt es diese Gewohnheiten zu entdecken und zu verändern.

Problematisch wird es häufig, wenn ein kleiner Muskel wie der Piriformis für einen großen Muskel wie dem großen Gesäßmuskel einspringen muss. 

Und genau diese wichtige Muskulatur wird durch einseitige Belastungen und Bewegungsmangel häufig abgeschwächt.

Die Folge: Der birnenförmige Piriformis übernimmt die Arbeit und brennt aus.

Ursachen für das Piriformis-Syndrom für Profis

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Übungen gegen das Piriformis-Syndrom

Um erste Symptome zu lindern, ist es eine gute Idee, Spannung aus dem Piriformis zu nehmen.

In der Praxis haben sich zwei Übungen bewährt:

  1. Taube 2.0: Mit der aktiven Dehnung lässt sich schnell Spannung aus dem Muskeln nehmen,
  2. myofaszialer Release des Gesäßes: Mit einem Massageball lässt sich der Muskel gut entspannen.

Übung #1: Die Taube 2.0

Eine der effektivsten Dehnübungen für die tiefen Gesäßmuskeln ist die Taube 2.0. Vorteil gegenüber der „normalen“ Taube: Es wird eine aktive Spannungskomponente eingebaut.

Dadurch wird auch das zentrale Nervensystem involviert und der erweiterte Bewegungsspielraum im Gehirn gespeichert.

In diesem Video von meinem Kollegen Benni Heizmann siehst du, wie die Taube in seinem Variationen ausgeführt werden kann.

Probiere die Übung aus und lass mich wissen, ob sie dir taugt.

Übung #2: Myofaszialer Release des Piriformis

Diese Übung hat sich als Soforthilfe zur Symptombehandlung bewährt.

Setze dich dazu mit der Seite, die bearbeitet werden soll, auf einen Massageball. Lege nun den Fuß der selben Seite auf das Knie des anderen Beines.

Rolle nun mit dem Gesäß auf dem Massageball umher, bis du eine verspannte / schmerzende Stelle gefunden hast.

ACHTUNG: Der Schmerz sollte keine 6 von 10 überschreiten. Du solltest noch entspannt atmen können.

Verweile nun auf der Stelle und lasse den Ball tief ins Gewebe einsinken. Atme entspannt weiter.

Rolle dann in kleinen Bewegungen umher, bis sich die Spannung weiter auflöst.

Bearbeite beide Pobacken für jeweils 30-60 Sekunden.

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Langfristig das Piriformis-Syndrom behandeln

Die bisher vorgestellten Übungen eignen sich vor allem zur schnellen Symptombehandlung. Betroffene stellen aber häufig fest, dass die Linderung nicht von Dauer ist.

Die Gründe haben wir weiter oben bereits kurz angesprochen: Wenn die zugrunde liegende Dysbalance nicht ausgeglichen wird, kommt die Spannung wieder.

Mit vielseitiger Bewegung, die auch die kleinen Muskeln berücksichtigt, lassen sich muskuläre Dysbalancen wie das Piriformis-Syndrom behandeln.

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Mit den hier vorgestellten Übungen wirst du die Symptome selbstständig lindern können.

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Bildernachweis im Artikel "Piriformis-Syndrom behandeln":

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